Ehemals durch eine Überschwemmung zu einer abgeschiedenen Insel inmitten des Markermeeres geworden, dem südlichen Teil des Ijsselmeeres im Norden Hollands, wurde Marken im Jahr 1957 durch einen Deich wieder mit dem Festland verbunden. Die Bewohner lebten lange Zeit von der Fischerei, bis das Markermeer zu einem See wurde und ihnen dadurch die Fischereigrundlage entzogen wurde. Marken ist besonders berühmt für seine dunkelgrünen Holzhäuser, die aufgrund der häufigen Überschwemmungen erhöht auf sogenannten Werven gebaut werden mussten und meist dicht gedrängt stehen, und seine farbenfrohen Trachten. Letztere bestehen für Frauen aus einem gestreiften Unterrock, über den sie einen schwarzen Überrock und eine schwarze Schürze tragen. Als Oberteile dienen eine Jacke mit gestreiften Ärmeln, ein besticktes Mieder und eine Art Bolero. Kombiniert wird dies mit einer aus Spitze, Batist und Chintz gefertigten Haube. Männer tragen einen Kittel und Knickerbockers. Die jüngeren Generationen sind immer seltener in dieser traditionellen Kleidung anzutreffen. Auch der ortseigene Dialekt, das Markens, wird immer seltener gesprochen.
Mehr als 1.000.000 Touristen kommen jedes Jahr nach Marken, um sich an den althergebrachten Traditionen dieser Region zu erfreuen. Für Besucher ist zum Beispiel ein Besuch des Leuchtturmes Paard van Marken im Osten der Halbinsel interessant. Auch die Fähre nach Volendam wird gerne in Anspruch genommen. Marken wurde übrigens seit dem Impressionismus auch öfter von international bekannten Malern aufgesucht, die sich von der Insel inspirieren ließen.
Die Stadt besteht aus zwei Bezirken, dem Hafenbezirk und dem Kirchenbezirk. Beide sind für Besucher interessant und auch Übernachtungsmöglichkeiten sind in der ganzen Stadt zu finden, wenn auch die meisten Besucher nur für einen Tag vom Festland herüberkommen.
