Stavoren

Stavoren ist trotz seiner nur etwa 1.000 Einwohner die älteste der elf Städte Frieslands, seit ihm im 11. Jahrhundert die Stadtrechte verliehen wurden. Es liegt am holländischen Ijsselmeer und ist vor allem für seine zahlreichen Wassersportmöglichkeiten und Jachthäfen berühmt. Die Sehenswürdigkeiten befinden sich denn auch fast alle am Seeufer: der Alte Hafen, die neue und die alte Schleuse sowie die Leuchtfeuer an der Einfahrt zum Hafen.




Im Sommer verkehrt eine Fähre für Fußgänger und Fahrradfahrer zwischen Stavoren und Enkhuizen. Die Stadt ist bekannt als Schauplatz des holländischen Renaissance-Volksmärchens Lady of Stavoren. Dieses besagt, dass im Mittelalter in Stavoren eine reiche Kaufmannswitwe lebte, die zahlreiche Schiffe besaß. Eines Tages beauftragte sie einen ihrer Schiffer, ihr das kostbarste Gut der Welt zu verschaffen. Als dieser schließlich mit einer Ladung Weizen zurückkam und seiner Herrin erklärte, dass dieser im Falle einer Hungersnot unschätzbar wäre, wurde diese wütend und ließ das Korn ins Meer kippen. Als jemand es wagte, sie zu kritisieren, warf sie einen Goldring ins Meer und rief, dass sie ebenso wenig Hunger leiden werde, wie dieser Goldring zu ihr zurückkäme. Einige Zeit später jedoch wurde ihr ein Fisch mit ihrem Ring im Magen serviert und am selben Abend erreichte sie die Nachricht, dass mehrere ihrer Schiffe während eines Sturmes gesunken waren. Eine Statue der Lady of Stavoren kann am Alten Hafen der Stadt bewundert werden.

Aufgrund seiner strategisch günstigen Lage am Ijsselmeer gewann Stavoren rasch an Bedeutung im Handel mit den an die Ostsee angrenzenden Ländern, von denen vor allem Getreide für die friesische Bevölkerung importiert wurde. Im Jahr 1385 Jahrhundert wurde Stavoren zur Hansestadt ernannt.

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